Dieses italienische Rinderragout überzeugt mit butterzart geschmorten Rindfleisch und einer intensive Tomatensauce aus Soffritto, Rotwein, Kräutern und Parmesan. Obwohl das Ragout rund drei Stunden köchelt, ist der Aufwand und die aktive Arbeitszeit überraschend gering. Denn nach dem Anbraten übernimmt der Herd oder dein Slowcooker die Arbeit.
Das Ergebnis ist eine wunderbar aromatische Pastasauce, bei der das Fleisch so zart wird, dass es von selbst zerfällt, und die nach mehr Aufwand schmeckt, als es tatsächlich der Fall ist.

Zutaten für Rinderragout

Wie für jede gute, italienische Tomatensauce brauchst du auch für dieses Rinderragout eine Soffritto-Basis aus Stangensellerie, Karotten, Schalotten und Knoblauch.
Da es sich hier um eine langsam und lange gekochte Sauce handelt, benötigst du durchwachsenes Rindfleisch mit viel Bindegewebe, z.B. aus der Schulter oder Wade. Wer mag, kann auch einfach Gulaschfleisch verwenden (von Rind versteht sich). Das findest du abgepackt in jedem Discounter und Supermarkt.
Verwende für dieses Rezept geschälte Tomaten aus der Dose. Da die Sauce lange kocht, zerfallen die Tomaten währenddessen von alleine und ergeben die beste Konsistenz. Außerdem brauchst du eine großzügige Portion Tomatenmark für extra Umami-Boost.
Um diese Sauce noch aromatischer zu machen, lösche den Topf mit etwas Rotwein ab und koche frische Kräuter mit. Ich liebe eine Mischung aus frischen Rosmarin, Thymian und getrockneten Lorbeerblättern.
Und wie in so vielen anderen meiner Eintöpfen und Pastasaucen kannst du auch hier ein Stück Parmesanrinde mitkochen lassen. Das sorgt für einen extra Umami-Boost und die leckerste Parmesannote ever!
Zum Verfeinern benötigst du noch etwas Milch oder Hafermilch (andere Milchalternativen habe ich nicht getestet) und den besten Aceto Balsamico di Modena, den du finden kannst. (Das hier ist nicht das Rezept für den billigen Balsamico-Essig, sondern die perfekt Gelegenheit das echte Zeug aus dem Schrank zu holen oder es zu kaufen.)
Zum Servieren kannst du Nudeln nach Wahl verwenden. Sowohl kurze Nudeln wie Rigatoni als auch lange Bandnudeln wie Pappardelle passen hier ausgezeichnet. Wer will, kann die Kochzeit der Sauce auch für selbstgemachte Nudeln verwenden. Hier findet du eine ausführliche Anleitung, wie du Pasta ohne Maschinen selber machen kannst.
👉 Alle Zutaten und ihre genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte am Ende des Posts.
Schritt-für-Schritt-Anleitung (mit Bildern)

Schneide das Gemüse in feine Würfel und binde die Kräuter und Lorbeerblätter mit etwas Küchengarn zusammen.

Erhitze das Olivenöl in einem großen Topf und brate das in Würfel geschnittene Rindfleisch darin scharf an, je 1 bis 2 Minuten von beiden Seiten.

Nimm das Fleisch aus der Pfanne, stelle es kurz beiseite und brate das Gemüse im restliche Fett für 5 bis 7 Minuten an.

Gib das Tomatenmark dazu und brate es unter Rühren circa 2 Minuten mit an, bevor du den Topf mit Rotwein ablöscht. Lass den Alkohol verdampfen, circa 1 bis 2 Minuten.

Gieße den Topf mit den geschälten Tomaten und Wasser auf. Zerbröseln den Brühwürfel über dem Topf, gib das Fleisch und Kräuterbündel dazu.

Lass die Sauce abgedeckt für 3 Stunden sanft köcheln, bis das Fleisch entweder schon von alleine zerfallen ist oder es sich mit einer Gabel mühelos in kleine Fasern zerkleinern lässt. Gib für die letzte Stunde die Parmesanrinde dazu.

Entferne die Kräuter und Parmesanrinde und zerkleinere das Fleisch, falls nötig. Schmecke die Sauce mit der Milch, dem Balsamico Essig, frisch gemahlenem Pfeffer und, falls nötig, etwa Salz ab.

Koche Pasta deiner Wahl al dente und rühre sie unter die Sauce. Gib etwas Nudelwasser dazu - das macht die Sauce etwas dünnflüssiger und lässt sie besser an der Pasta haften.
Zubereitung im Slowcooker
Du kannst dieses Rinderragout auch wunderbar im Slowcooker zubereiten. Folge dafür Schritt 1 bis 4 wie oben beschrieben. Anschließend kannst du das Gemüse mit den Tomaten aufgießen und gut umrühren, um alle Röstaromen vom Topfboden abzulöschen. Dann kannst die Sauce in den Slowcooker umfüllen, das Fleisch, Wasser und die Kräuter dazugeben.
Lass dein Rinderragout auf LOW für 8 bis 10 Stunden im Slowcooker köcheln und gebe für die letzten 2 Stunden die Parmesanrinde dazu. Zum Verfeinern kannst du Schritt 7 und 8 wieder wie oben beschrieben folgen.
Rezeptvideo
Häufige Fragen und Antworten
Falls noch etwas unklar ist, helfen dir diese FAQs hoffentlich direkt weiter. Falls nicht, dann schreib mir deine Frage einfach in die Kommentare.
Rinderragout lässt sich hervorragend für bis zu 3 Monate einfrieren. Nach dem Auftauen und Aufwärmen, kann du die Sauce mit Nudelwasser nach Bedarf etwas ausdünnen.
Diese Pastasauce lässt sich hervorragend bis zu 3 Tage im Voraus zubereiten. Hebe sie luftdicht verpackt im Kühlschrank auf und wärme sie langsam au dem Herd wieder auf.
Mehr Pasta-Rezepte
Ich hoffe, dir gefällt dieses Rezept und du probierst es bald mal aus. Falls du noch Fragen oder Anregungen zum Rezept hast, schreibe sie mir einfach in die Kommentare, als Mail an [email protected], via dem Kontaktformular oder über Instagram (@_julesmenu).
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